 An einem schönen Herbsttag haben sich
die Teilnehmer der Kanugruppe im Vereinsheim der Naturfreunde
versammelt, um ihre Erste Hilfe Kenntnisse aufzufrischen.
Immerhin wollen wir nächstes Jahr wieder einige Flusskilometer
hinter uns bringen, und da sollten wir in der Lage sein
uns gegenseitig aus dem Wasser zu ziehen und wieder zu beleben
(jeder Widerstand wird zwecklos sein!).
Volker und Dani
Löffler , unsere Paddelsanis, haben sich bereiterklärt
uns alles Nötige über die Ersthilfe beizubringen.
Pünktlich wie immer, um 10.00 Uhr ging es los. Volker
erklärte uns anhand einer extra für uns erstellten
Präsentation um was es geht. Wir lernen was für
Unfallsituationen es gibt und wie man ihnen als Ersthelfer
begegnen kann. Was macht man, wenn jemand bewusstlos ist?
Ja klar, erst mal feststellen ob er oder sie noch atmet.
Das haben wir gleich am lebenden Objekt geübt. Jeder
musste sich einmal in die Opferrolle begeben und jeder war
auch mal der Retter. Zum Glück war bei jedem noch Atmung
vorhanden und so musste der „Verletzte“ in die
stabile Seitenlage gebracht werden. Bei den Kindern ging
das ganz leicht, erst als Volker sich zur Verfügung
stellte, merkten wir, dass es gut ist die richtige Technik
zu haben. Dann mussten wir üben, was zu tun ist falls
der Bewusstlose nicht mehr atmet, nämlich Mund-zu-Mund-
bzw. Mund-zu-Nase-Beatmung. Diesmal stellte sich Anne zur
Verfügung. Die lag schon die ganze Zeit ziemlich reglos
in einer Ecke und obwohl wir uns alle sehr um sie bemühten,
und jeder sie beatmete und eine Herzdruckmassage ausführte
war sie nicht zum Leben zu erwecken. (Später stellte
sich heraus dass Anne nur eine Puppe war, so ein Glück.)
Später zeigte uns Volker noch ein paar „schöne“
Bilder von verschiedensten Verletzungen. Wieder ging es
darum, wie sie vom Ersthelfer zu behandeln sind. Wir übten
auch noch einen Druckverband anzulegen, und bekamen erklärt
was bei Brandverletzungen zu tun ist. Den Gedanken daran,
dass das, was wir sahen, jeden von uns passieren kann, versuchten
wir zu verdrängen. Jedenfalls hatten wir ein gutes
Gefühl dabei unsere Kenntnisse (die meistens schon
etwas veraltet sind) wieder aufzufrischen. Denn falls doch
mal etwas passieren sollte, können wir jetzt hoffentlich
helfen und das Richtige tun. Aber auch die, die es nicht
mehr so genau wissen, einen Notruf absetzen (Tel.
112, europaweit) mit den genauen Angaben: was
ist passiert, wo ist es passiert, wie viele Verletzte sind
beteiligt, ist genauso wichtig, wie die richtigen
Handgriffe zur richtigen Zeit. Das A und O ist es, die Ruhe
zu bewahren und keine Panik aufkommen zu lassen.
Um 16.00 Uhr beendeten Volker und Dani ihr abwechslungsreiches
und informatives Programm (Puppe Anne konnte trotz intensiver
Bemühungen nicht wieder belebt werden und kam wieder
in ihren Koffer). Wir halfen noch alle mit beim Einpacken
und Aufräumen und waren uns einig, dass es sich gelohnt
hatte, den doch einigermaßen sonnigen Herbsttag hier
zusammen zu verbringen.
In der Hoffnung, dass wir unsere neu erworbenen Kenntnisse
nicht so schnell brauchen werden, freuen wir uns auf ein
neues Kajakjahr.
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