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Fünf Naturfreunde machten sich Anfang August auf das Ötztal
zu erobern. Mani, Michl, Lisa, Johannes und Hannes liefen bei durchwachsenen
Witterungsverhältnissen los um über dem Marzellkamm den Similaun (3606m) zu
besteigen.
Doch das Wetter zeigte sich bis 100 hm unter dem Gipfel launisch und
verwehrte bis dahin die Sicht auf den Gipfel. Das Gipfelkreuz im Blick, ließ
den langen Anstieg und die bis dahin vielen Höhenmeter in den Beinen vergessen.
So dass wir glücklich und von der Sonne gewärmt, den kurzen Abstieg zur
Similaunhütte antreten und dort den Gipfelerfolg bei Weißweinschorle feiern
konnten.
Nach einem kräftigen Frühstück und bestem Bergwetter
statteten wir dem Ötzi einen Besuch ab und kletterten auf die Fineilspitze
(3514m). Nach kurzer Verweildauer auf dem Gipfel wollten wir dem größerem
nachfolgendem Andrang entgehen und entschieden uns zu einem raschem Abstieg.
Nach einem langen Tag am Berg erreichten wir schließlich voller Zufriedenheit
unser Auto und konnten uns auf der Heimfahrt von den Anstrengungen einer
traumhaften Tour erholen.
Noch nicht ganz Zuhause angekommen, schmiedeten Lisa, Johannes
und Hannes schon wieder die nächsten Pläne. Eingeschränkt durch Lisas enges Zeitfenster
ließen wir die 4000er außen vor und entschlossen uns den höchsten Berg
Österreichs, den Großglockner mit einer Höhe von 3798 m, über den Stüdlgrat zu
besteigen.
Nach dem zügigen Aufstieg zur Hütte und ein paar Stunden
Schlaf machten wir uns um 4.00 Uhr morgens auf dem Weg zum Stüdlgrat. Doch schon
beim Zustieg überraschte uns am Gletscher dichter Nebel. Dazu kam noch, dass es
Nachts auf der Stüdlhütte geregnet und rund 200 hm weiter oben geschneit hatte.
Mittels Kompass bahnten wir uns unseren eigenen Weg über kleinere Spalten und
fanden ohne Verhauer den Einstieg. Der sonst so gelobte Stüdlgrat zeigte sich
an diesem Tag aber leider nicht von seiner schönsten Seite. Neuschnee auf den
abschüssigen Tritten, Wind und teilweise mit einer dünnen Eisschicht überzogene
Felsen erschwerten die Kletterei und machten ein rasches Vorankommen unmöglich. Durchnässt, ausgekühlt aber mit einem Lächeln
im Gesicht stiegen wir zur Erz-Herzog-Johann-Hütte, welche wir um 15 Uhr
schließlich erreichten, ab. Gestärkt von einer heißen Schoki und einem Stück
Apfelstrudel machten wir uns weiter auf dem Weg ins Tal, welches noch einmal 3
Stunden in Anspruch nahm. Was für ein Tag!
Mehr Bilder gibts im Fotoalbum .
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