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Mittwoch, 28 Januar 2009 |
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Stationen in der Geschichte der Naturfreundebewegung
| 1895
Gründung des Touristenvereins Die Naturfreunde“ in Wien. Der Lehrer
Schmiedl, ein überzeugter Sozialist, will den Arbeitern helfen und
führt sie hinaus in die Natur. Er legt den Grundstein, aus dem eine
internationale Freizeit- und Kulturorganisation der Arbeiterbewegung
entsteht. Alois Rohrauer wird Obmann. Die ersten
"Laternenbildervorträge" werden veranstaltet. |
| Der
Handschlag mit den drei Alpenrosen steht für die Solidarität der
Arbeiterbewegung und wird zum Symbol der neu entstandenen
Naturfreunde-Bewegung. |
1897 Erstes Erscheinen der Vereinszeitschrift "Der NATURFREUND". Gründung einer ersten naturkundlichen Gruppe.
1900 Die Gründungsversammlung
der Ortsgruppe Graz beschließt, "Berg frei" zum Gruß der steirischen
Naturfreunde zu machen, als Ausdruck für die Forderung nach freiem
Zugang der Bergwelt auch für Arbeiterinnen und Arbeiter, nicht nur für
Bürgertum und Adel.
1905 Gründung der ersten Naturfreunde-Ortsgruppen außerhalb Österreichs in Zürich und in München.
1906 Der Verein beginnt einen
gezielten Kampf gegen die private Verfügung über die Natur, der über
Jahre andauert. Gründung der ersten Sektion Wintersport in Wien, mit
zahlreichen Skikursen.
1908 Gründung der Ortsgruppe
Nürnberg durch Xaver Steinberger. Er wird in den Jahren von 1908 bis
1955 zur bestimmenden Person der deutschen NaturFreunde, als
Reichsvorsitzender vor 1933 und Bundesvorsitzender nach 1945.
1910 Die Ortsgruppe München eröffnet das erste Naturfreunde-Haus, die Musauer Alm in Tirol.
1914 Beginn des ersten Weltkrieges.
1915 Zum 20-jährigen
Vereinsjubiläum erscheint ein Artikel im naturfreund, in dem die
Naturfreunde eindeutig gegen den Krieg Stellung beziehen. Viele
Ortsgruppen kümmern sich um Kinder, allein in Nürnberg werden 1700
Mädchen und Buben betreut und mit Lebensmitteln versorgt.
1918 Aufgrund des Artikels
"Eine traurige Bilanz", der ein Nachruf für die vielen im Krieg
gefallenen Vereinsmitglieder ist, wird die Vereinszeitschrift
"Naturfreund" in Deutschland verboten. Allein die Mitgliederzahl der
Ortsgruppe Wien sinkt von 1914 - 1918 von 7000 auf 4000.
1919 In den Gauen Nord- und
Südbayern entstehen die ersten Jugendgruppen, die sich Statuten geben.
Die Mitgliederzahl der Naturfreunde steigt sprunghaft an: Von 26000 im
Jahre 1918 auf fast 46 000; 1922 sind es bereits 159 000. Das
Gründungsmitglied Karl Renner wird später österreichischer
Bundespräsident.
1921 Erste Zusammenkunft der
VertreterInnen aller deutschen Naturfreunde-gaue in Eisenach. Verlegung
des Zentralausschusses von Wien nach Nürnberg und Eröffnung einer
gemeinsamen Geschäftsstelle.
1923 Beginn eines politischen
Richtungsstreits in der Naturfreunde-Bewegung. Einzelne Ortsgruppen
fordern ein Bekenntnis der Vereinsleitung zur Arbeiterklasse und einer
sozialistischen Kultur.
1926 Die Naturfreundebewegung
hat sich weit über Europa verbreitet. Alle Ortsgruppen gehören dem
Zentralverein in Wien an. Aus organisatorischen Gründen entstehen
Landesorganisationen in den einzelnen europäischen Staaten.
1933 Die deutsche
Naturfreunde-Bewegung wird von den Nationalsozialisten verboten, die
NATURFEUNDE-Häuser beschlagnahmt. Die Funktionäre werden verhaftet.
1934 Verbot der österreichischen Naturfreunde-Bewegung. Der Sitz der Naturfreunde wird nach Zürich verlegt.
1939 Nach Beginn des 2.
Weltkrieges werden alle europäischen Naturfreunde-Vereinigungen, mit
Ausnahme der Schweizer Landesorganisation, zerschlagen.
1945 Die Naturfreunde Amerikas
fordern die Wiedergründung der deutschen Naturfreunde. In Immenstadt
gründet sich die erste Ortsgruppe neu. |
1947 In der sowjetischen Zone wird keine eigenständige Naturfreunde-Bewegung genehmigt.
1948 Aufnahme der deutschen Naturfreunde in die internationale Naturfreunde-Bewegung.
1956 Die Naturfreunde werden Mitglied des deutschen Naturschutz-Rings.
1957 Die NaturFreunde besetzen
den Knechtsand bei Bremen. Sie wollen die Übungen britischer
Bomberverbände - Abwürfe scharfer Bomben - verhindern. |
1961
Die Naturfreunde und die Naturfreunde-Jugend beteiligen sich an den
Ostermärschen der AtomwaffengegnerInnen und setzen sich für einen
schonenden Umgang mit der Natur ein.
1966 Erstes Bundestreffen der deutschen NaturFreunde in Konstanz
1968 In der Zeitschrift
"Wandern und Bergsteigen", dem Vereinsorgan der bayerischen
Naturfreunde-Bewegung, erscheint eine Resolution gegen die Besetzung
der CSSR von den Sowjets, sowie ein Aufruf der Bundesjugendleitung,
sich gegen den Krieg der USA gegen Vietnam einzusetzen.
1974 1. Umweltkongreß der Naturfreunde-Internationale.
1984 Fotoausstellung des
Europarates in Athen. Die Fotoaustellung zu der Aktion "Schützt Ufer
und Küsten" wurde von deutschen NaturFreunden gestaltet
1985 90 Jahre Naturfreunde, 80
Jahre Naturfreunde Bayern. Eröffnung von drei neuen
Naturfreunde-Häusern: Pleinfeld, Weiden, Pfaffenhofen.
1986 Aktives Mitwirken beim 1. Deutschen Umwelttag in Würzburg.
1987 Die Landesversammlung beschließt, alle Arbeit der Naturfreunde in Bayern dem Natur- und Umweltschutz unterzuordnen!
1989 Zum ersten Mal proklamiert
die Naturfreunde-Internationale die „Landschaft des Jahres“ (Lebensraum
Bodensee). Seither erhält alle zwei Jahre eine andere Region mit
internationaler Bedeutung diese Auszeichnung.
1990 Wiedervereinigung Deutschlands.
In der ehemaligen DDR waren die Naturfreunde nicht zugelassen und die
Naturfreunde-Häuser waren zu Jugendherbergen und Freizeitheimen
umfunktioniert worden. In den "neuen" Ländern gründen sich erste
Ortsgruppen, die Naturfreunde-Häuser werden an den Verein zurückgeführt.
1995 100 Jahre Naturfreunde -
90 Jahre NaturFreunde in Deutschland! 6000 Naturfreunde aus ganz Europa
feiern in Wien die Gründung der Bewegung.
1997 Großveranstaltung der Naturfreunde Bayern an und auf der Donau zum Thema "Blaue Flüsse für Europa".
1999/2000 Projekt „Landschaft
des Jahres Böhmerwald/Šumava“ im Dreiländereck Deutschland, Österreich
und Tschechien mit Proklamationen und zahlreichen veranstaltungen.
2001 Unsere Organisation schaut
mit neuen und zukunftsträchtigen Projekten in die Zukunft. In Anlehnung
an die Naturfreunde Internationale beteiligt sich der Landesverband
Bayern an der neuen Kampagne „Grüne Wege“.
seit 2001 Der Landesverband Bayern beteiligt sich an der Kampagne "Grüne Wege".
2001/2002 Die NaturFreunde Internationale erklärt das "alte Flandern" zur Landschaft des Jahres 2001/2002.
2003/2004Die grenzüberschreitende Landschaft Lebuser Land/Ziemia Lubuska ist die neue Landschaft des Jahres
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